Die Monte Rosa lief am 04. Dezember 1930 vom Stapel. Nach dem
die Innenausstattung fertiggestellt war, wurde das Schiff am
21. März 1931 an die Hamburg-Süd abgeliefert. Zwei Tage später
begann auch schon die 5 tägige Jungfernfahrt von Hamburg nach
Madeira. Die nächsten 4 Jahre wurde das Schiff unter Kapitän
Lübbe durchgehend für Kreuzfahrten eingesetzt.
Im Sommer
1933 ging es auf eine Nordlandreise bis nach Spitzbergen bei
der unter den Gästen auch Roman Cycowski mit seiner Frau Mary
und Robert Biberti mit seiner Mutter waren.
Cycowski und Biberti gehörten zum damals wohl
erfolgreichsten deutschen Gesangsensemble, den Comedian
Harmonists. Roman Cycowski war der Bariton im Ensemble und
Robert Biberti war der Baß.
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Werbung für die Sommerreisen 1934
Sammlung Thorsten Totzke
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Ab 1935 wurde die Monte
Rosa dann unter Kapitän Castan von der Deutschen Arbeitsfront
gechartert um als KDF-Schiff Kreuzfahrten anzubieten.
1936 wird eine Afrika-Brasilien Kreuzfahrt durchgeführt bei der
die Rosa auf das Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin" trifft.
Kapitän Castan läßt funken "Sollten Sie bei ihrer Fahrt die
Monte Rosa überfliegen können sie sich von unserer Mastspitze
eine Flasche Sekt abholen".
Kapitän Hans von Schiller
von der Graf Zeppelin antwortet umgehend: "Vielen Dank für ihr
Telegramm, nehmen Sie beim Wort wegen der Pulle Sekt. Bitte die
Flasche durch ihren Bootsmann gut anstecken lassen. Gebe ihnen
Leine an Bord. Bitte steuern Sie etwas westlich, da ich knapp
in der Zeit bin. Werde sie gegen 11.30 Uhr Rio-zeit treffen.
Die Passagiere sind begeistert als das Luftschiff in Sicht
kommt und sich auf 30 Meter herabsenkt. Die Bordkapelle spielt
die Nationalhymne während unter dem Jubel der Passagiere die
Flasche Sekt in der Gondel des Luftschiffs verschwindet und die
Graf Zeppelin wieder davon schwebt.
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Die Monte
Rosa und die Graf
Zeppelin
mit freundlicher Genemigung
der Hamburg-Süd
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Ab 1938 wird die Monte Rosa im Liniendienst Hamburg-La Plata
eingesetzt.
Bei Kriegsbeginn, am 01.September 1939 Rosa in ihrem Hamburger
Heimathafen.
Im Krieg wird das Schiff an dem 11.01.1940
als Wohnschiff der Kriegsmarine in Stettin eingesetzt.
Vom 01.10.1940 bis 05.11.1940 ist die Monte Rosa Wohnschiff für
das 5./Flieger Anwärter Bataillon und vom 06.11.1940 bis
15.11.1940 dann Wohnschiff für das 4. Flieger Anwärter
Bataillon.
Am 01.09.1942 übernimmt die
Kriegsmarinedienststelle das Schiff und verlegt es nach Kiel.
Dort wird die Monte Rosa zum Hilfsbeischiff der Kriegsmarine
umgebaut.
Von November 1942 bis zum August 1943 macht
die Monte Rosa Truppentransporte zwischen Dänemark und Norwegen
von Aarhus nach Oslo.
Im September 1943 erfolgte dann
die Verlegung nach Gotenhafen wo die Rosa als
Verwundetentransportschiff genutzt wurde.
Hierbei wurden
in Finnland (Oolu) 2000 Verwundete eingeschifft. Bei
stürmischen Wetter bis Windstärke 9 wurden die Verwundeten nach
Danzig gebracht
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Monte-Schiff
am Kai Sammlung Reiner Pachauer
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Von Oktober 1943 an wurde das Schiff im Alta-Fjord in
Norwegen eingesetzt. Hier diente es als Wohn und
Werkstattschiff für 2500 Werftarbeiter der Howaldt Kiel die für
die Wiederherstellung des von einem englischen Klein-U-Boot
schwer beschädigten Schlachtkreuzers Tirpitz.
Ende März
1944 waren die Reparaturen der Tirpitz beendet und die Monte
Rosa wurde ab April 1944 wieder für Truppentransporte zwischen
Dänemark und Norwegen eingesetzt
Im Sommer 1944 erging
der Befehl von Aarhus nach Riga zu laufen. Hier sollten dann
Mitarbeiter deutscher Dienststellen, Flüchtlinge und Soldaten
an Bord genommen werden und diese nach Stettin gebracht werden.
Bei der Ausfahrt Dünamünde haben die ersten sowjetischen
Panzern bereits den Strand besetzt. In der Rigaer Buch
operieren deutsche Kriegsschiffe und geben Feuerschutz für die
deutsche Kurlandfront.
Nach Erfüllung des Riga Auftrags
neuer Auftrag in Oslo um von hier Angehörige ziviler
Dienststellen nach Stettin zu bringen. Auf der Rückreise in
Höhe des Feuerschiffs Fehmarn-Belt erhält die Rosa einen
Minentreffer kann aber mit eigener Kraft noch bis Swinemünde
laufen.
Im Oktober 1944 ist der Minenschaden notdürftig
behoben, das Schiff wird nach Oslo verlegt und zum
Lazarettschiff umgebaut.
Mit 40 Krankenschwestern an
Bord läuft Monte Rosa dann mehrere Häfen in Nordnorwegen an und
nimmt Kranke und Verwundete auf.
Anfang Januar 1945
wurden alle Verwundeten und Kranken an der Pier in Rauheim bei
Drontheim ausgeschifft danach wird die Monte Rosa nach Pillau
verlegt
Am 15. Januar 1945, unter dem Kommando von
Kapitän Heinrich Bertram, wird es dann offiziell als
Lazarettschiff deklariert und am 1. Februar 1945 werden in
Pillau 3000 Flüchtlinge an Bord genommen und nach Swinemünde
transportiert.
Danach wurden nochmal 4000 Menschen von
Pillau nach Swinemünde gebracht.
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Rettungsbootübung
Sammlung Thorsten Totzke
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Die nächste Abfahrt begann am 15.02.1945 von Swinemünde
Richtung Pillau. Am nächsten Tag erleidet die Rosa um 5 Uhr
morgens vor Hela einen Minentreffer im Achterschiff. Das Schiff
wird mit Schlagseite und überfluteten Maschinenraum nach
Gotenhafen geschleppt.
In Gotenhafen wird das Loch notdürftig abgedichtet und
Kapitän Bertram wird abkommandiert um die Cap Arcona zu
übernehmen. Sein Nachfolger wird Kapitän Goy.
Anfang
März 1945 wird die Monte Rosa nach Danzig in die Werft
geschleppt, muß einen Tag später aber auf die gotenhafener
Reede flüchten um den Einschlägen russischer Granaten zu
entgehen. Danach ging es zurück nach Danzig. Hier wurde am Kai
festgemacht. An Bordnahme von 5600 Flüchtlingen.
Mit den
Flüchtlingen wird die Rosa von drei Schleppern nach Kopenhagen
geschleppt, wo die Flüchtlinge ausgeschifft werden.
Nachdem am 01.04.1945 die letzten Flüchtlinge ausgeschifft
sind, liegt das Schiff fahruntüchtig an der langen Linie in
Kopenhagen.
Am 10.05.1945 besetzen die Engländer das
Schiff und Überführen es im Mai von Kopenhagen nach Kiel wo es
offiziell von den Briten als Kriegsbeute übernommen wird.
Ab dem 18.11.1945 wurde die Kriegsbeute repariert und
Umgebaut zum Truppentransporter. Die Arbeiten wurden in South
Shields in England durchgeführt.
1946 Umbenennung in
Empire Windrush und für Ministry of Transport bereedert von New
Zealand Line, London in Dienst gestellt.
Vier Jahre
später, im Jahr 1950 dann ein weiterer Umbau.
Im Jahr
1951 wurde die Empire Windrush als Truppentransporter genutzt
und bringt das Glostershire-Regiment nach Pusan. Von dort
werden die Soldaten an die Front des Korea-Krieges geschickt.
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Blick in eine Kabine
Sammlung Thorsten Totzke
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Am 19.02.1954 verläßt die Empire Windrush unter dem Kommando
von Kapitän Wilson den Hafen von Hong Kong um über Singapur,
Colombo, Aden und Port Said nach Southampton zu laufen wo sie
am 2 April einlaufen soll.
Während der
Überfahrt am 28.03.1954 - der größte Teil der Reise ist
geschafft - ist die Empire Windrush auf der Reise von Yokohama
nach England.
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Die Monte
Rosa in Venedig
mit freundlicher Genemigung
der Hamburg-Süd
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Am frühen Morgen bei ruhiger See fährt man mit 13 Knoten auf
westlichem Kurs Richtung Gibraltar. Um 6.17 Uhr etwa 30 sm
nordwestlich von Cap Caxine/Algier erschüttert eine gewaltige
Explosion das Schiff. Meterhoch schlagen die Flammen aus den
Schornsteinen.
Das Achterdeck ist sofort
in Qualm gehüllt,, Steuerung und Kreiselkompaß fallen aus .
Eine Bekämpfung des Brandes im Maschinenraum ist nicht möglich.
Das Schiff funkt SOS und muß aufgegeben werden.
Im
Maschinenraum sind 4 Ingenieure ums Leben gekommen. Der
Britische Zerstörer Saintes nimmt um 12:30 Uhr das Schiff an
den Hacken und versucht das brennende Schiff nach Gibraltar zu
schleppen. 12 Stunden später müssen jedoch die Taue gekappt
werden, das Schiff ist nicht mehr zu retten und sinkt am
29.03.1954 mit dem Heck voran auf den Grund des Mittelmeers.
Das Wrack der Empire Windrush liegt seit dem auf 37N 02.11E
rund 45 Kilometer vor der algerischen Küste an seiner letzen
Ruhestätte.
Mit dem Untergang der Empire Windrush starb
auch das letzte Schiff der legendären Monte-Klasse.